Entgiftung bei Pferden

Entgiftung bei Pferden

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Schadstoffbelastung bei Tieren

Auch unsere Pferde sind zunehmend mehr und mehr toxischen Schadsubstanzen ausgesetzt und der Stoffwechsel der Tiere wird dabei immer öfter überfordert. Einen besonders großen Anteil an diesem Prozess haben die hohen Konzentrationen von Schadstoffen und Umweltgiften in der Luft: Ein Beispiel dafür ist der hohe Quecksilber-Ausstoß der Kohlekraftwerke. Die Schadstoffe gelangen z.B. über die direkte Aufnahme über die Haut, das Wasser oder die Nahrung in den Organismus. In der Nahrungskette erhöhen sich die Konzentrationen der Giftstoffe stetig. An der Spitze der Nahrungskette – den Raubtieren (Hunde, Katzen) – sind daher Schadstoffkonzentrationen nachweisbar, die bis zu 100.000.000-fach höher sind, als im Wasser. Nach dem Seehundsterben 1988 in Schleswig-Holstein mussten beispielsweise 400 Tiere als Sondermüll entsorgt werden, da sie so stark mit Quecksilber verseucht waren.

Zu den Schadstoffe gehören nicht nur Phosphate und Nitrate, wie sie in der Landwirtschaft als Dünger genutzt werden gelöst, sondern auch Schwermetalle wie Blei, Quecksilber und Cadmium, Elektrosmog, Schimmelpilztoxine, Lösemittel aus Farben, Holzschutzmitteln und vieles mehr.

Nicht unerheblich ist auch die Schadstoffbelastung unserer Pferde durch den Einsatz von chemischen Insektenabwehrsprays und anderen Repellents und Impfungen.

Entgiftung

Nicht jeder Schadstoff, den ein Organismus im Laufe seines Lebens aufnimmt, blockiert wichtige Stoffwechselfunktionen oder löst ernste Erkrankungen aus. Einige Giftstoffe können vom Körper schnell neutralisiert und wieder ausgeschieden werden. Sogenannte Speichergifte belasten den Organismus wesentlich intensiver und nachhaltiger. Wenn der Stoffwechsel, aus welchen Gründen auch immer,  nicht in der Lage ist, einen Giftstoff abzubauen, wird dieser Stoff in verschiedenen Organen und Organsystemen eingelagert, „deponiert“. In erster Linie werden dazu die Leber, die Nieren, die Gehirnsubstanz und das Nervengewebe benutzt. Einige dieser Speichergifte lagern sich verstärkt in alle Fett- oder fettähnlichen Gewebsstrukturen ein. Darüber hinaus setzt der überlastete Körper auch oft die Bauchspeicheldrüse zur Toxineinlagerung ein, gefolgt von der Haut, dem Darm und dem Knochenmark. Die im Organismus aufgespeicherten „Depots“ geben ihre schädigenden Substanzen in variierenden Mengen in das Blut ab, je nachdem wie aktiv der Stoffwechsel gerade ist. Bemerkbar machen sich die ersten Vergiftungssymptome häufig erst in oder nach aktiven Phasen des Stoffwechsels (Infekte, Stress, körperliche Belastung), in denen Speichergifte durch die gesteigerten Organfunktionen mobilisiert werden.

Die körperlichen Vergiftungssymptomatiken entwickeln sich bei den meisten toxischen Substanzen durch die schrittweise Zerstörung der Zellstrukturen, einer Störung und Blockierung der Enzymaktivitäten, Hemmung der Cholinesterase und einer Behinderung der lebensnotwendigen Zellatmung. Alle Faktoren stimmen auffällig mit den biologischen Merkmalen einer entgleisten, bösartigen Tumorzelle überein.

Eine zusätzliche Gefahr besteht darin, dass sich verschiedene Toxine in ihrer schädigenden Wirkung auf den Körper gegenseitig ergänzen bzw. verstärken können (Synergismus).

Entscheidend für das Vorliegen einer organischen Intoxikation ist für den Therapeuten erst das Auftreten körperlicher Beschwerden, die möglichst sicher als Vergiftungssymptom gewertet werden können.

Folgende Beschwerden und Symptome können z.B. auf eine Schwermetallvergiftung hinweisen:

● Aggressivität

● Allergien 

● Allgemeine Schwäche

● Antibiotika-Resistenz

● Antriebsschwäche

● Anämie (Blutarmut)

● Asthma

● Blutdruckstörungen

● Energiemangel

● Entzündungen der Nebenhöhlen

● Epilepsie

● Gelenkschmerzen

● Hautekzeme

● Herpes

● Herzrhythmusstörungen

● Hormonstörungen

● Hörstörungen

● Hyperaktivität

● Infektanfälligkeit

● Leberschäden

● Magenschmerzen

● Maulzuckungen

● Nervenerkrankungen

● Nervosität

● Nierenschädigung

● Pilzerkrankungen

● Reizbarkeit

● Schilddrüsenfunktionsstörungen

● Schlaflosigkeit

● Schwindel

● Sehstörungen

● Zahnfleischentzündungen

● Zittern

Der Begriff „Entgiftung“ hat in der Naturheilkunde eine lange Tradition. Da man früher Stoffwechselrückstände mit Schlacken verglich, bürgerte sich der Begriff der „Entschlackung“ ein.

Toxine, Umweltgift und Medikamente werden über eine Reihe hochspezifischer Enzyme in ungiftige und zumeist wasserlösliche Stoffe umgewandelt, die dann über die Nieren zur Ausscheidung kommen sollen. Die meisten Entgiftungsenzyme befinden sich in der Leber. Funktionieren diese nicht oder nur eingeschränkt, können die Toxine nicht entsorgt werden und die entsprechenden Schäden verursachen.

Entgiftungskuren für Pferde

Eine fundierte Entgiftungskur setzt sich aus folgenden Bausteinen zusammen:

1. Bevor eine Entgiftung eingeleitet wird, sollte bekannt sein, welche Giftstoffe / Schadstoffe das Tier belasten.

2. Voraussetzung für eine umfassende Ausleitung ist ein einwandfreies Funktionieren der Ausscheidungsorgane. Deshalb sollten zuerst die Ausscheidungsleistung der Niere der Leber und des Darmes angeregt werden.

3. Die eingelagerten Gifte können und sollen aus dem Körper gebracht werden. Dafür müssen die Toxine erst einmal aus dem Gewebe mobilisiert und dann für die Ausleitung an Trägerstoffe gebunden werden. Dies sollte allerdings langsam geschehen, damit der Organismus nicht mit den freiwerdenden Substanzen überlastet und geschädigt wird.

4. Wenig Beachtung findet bei den meisten bekannten Entgiftungskuren die immens große Bedeutung der Fähigkeit des Organismus toxische Stoffe zu verstoffwechseln und ausscheidungsfähig zu machen und körpereigene Strukturen vor Giften und deren Metaboliten zu schützen: die sogenannte körpereigene Entgiftungskapazität. Diese kann gezielt gefördert werden.

Zum besseren Verständnis möchte ich die einzelnen Schritte noch einmal genauer betrachten.

1. Welcher Giftstoff belastet mein Tier?

Ein klassischer Fehler, der z.B. bei dem Verdacht einer  Quecksilberbelastung oft gemacht wird, ist, dass bei dem Patienten Blut-, Urin- und Stuhluntersuchungen gemacht werden und der Befund ist negativ. Daraus wird geschlossen, dass keine Quecksilberbelastung vorliegt. Tatsache ist aber, dass sich Quecksilber, wie viele andere Schwermetalle und Schadstoffe, sich, wie bereits gesagt, in Depots ablagert und somit in den Körperflüssigkeiten (und auch in den Haaren) nicht unbedingt nachweisbar ist.

Über einem einfachen Speicheltest  können mittels der Bioresonanz-Methode in vielen Fällen die tatsächlichen – oft versteckten – Ursachen von Erkrankungen herausgefunden werden.

Um optimale Voraussetzungen für eine funtionierende Entgiftung zu schaffen, ist es sinnvoll, abzuklären, welche Belastungen den Organismus des Pferdes beeinträchtigen und wie es z.B. um die Mineralstoff- und Vitaminversorgung des Pferdes bestellt ist. Eine ausreichende Versorgung des Pferdes mit Vitaminen, Mineralien und anderen wichtigen Vitalstoffen ist für die Entgiftung von entscheidender Bedeutung (dies wird im Folgenden noch weiter erklärt). Von daher lohnt sich auch immer eine Abklärung dieser Hintergründe und ich empfehle vor einer Entgiftungskur folgende Speicheltests durchzuführen: 

Kleiner Basistest oder

Großer Basistest

Speicheltest Schwermetalle und / oder

Speicheltest Pestizide

So einfach funktionert der Test:

Dem Tier wird eine Speichelprobe entnommen und die entnommene Probe wird nach einem bioelektronischen Verfahren analysiert.

Hier einmal ein Beispiel für ein Testergebnis im Basistest. Sie bekommen mit dem Testergebnis auch immer eine Interpretation der Ergebnisse.

Basistest_Beispiel

Je nach Testergebnis ergibt sich eine individuelle Therapieempfehlung, welche die hier beschriebene Behandlungsempfehlung ergänzt.

2. Förderung der ausleitenden Organe

Voraussetzung für eine umfassende Ausleitung ist ein einwandfreies Funktionieren der Ausscheidungsorgane. Deshalb sollten zuerst die Ausscheidungsleistung der Niere, der Leber und des Darmes angeregt werden.

Die Umwandlung der Toxine in wasserlösliche Ausscheidungsprodukte ist letztendlich noch kein Garant für eine erfolgreiche Giftausscheidung.

Der Niere kommt die Aufgabe zu, die wasserlöslichen Elemente zu entsorgen. Die meisten Toxine, auch Schwermetalle, werden über die Nieren ausgeschieden. Ein entscheidender Faktor ist dabei der pH-Wert des Urins. Da z.B. die Ausscheidungsprodukte der Schwermetalle schwach basisch sind lässt sich deren Ausleitung mittels einer Alkalisierung des Urins steigern. Zur Regulierung des Säure-Basen-Haushaltes bei Pferden können zum einen sogenannte Bitterkräuter eingesetzt werden, da alle bitterstoffhaltigen Kräuter basisch sind und infolgedessen entsäuernd wirken. Zu den Bitterkräutern zählen z.B. Löwenzahn, Schafgarbe, Kardamom, Kalmus, gelber Enzian, Galgant, Engelwurz, Tausendgüldenkraut, Wermut und weitere Kräuter. In den Kräutermischungen Amara Bitterkräuter, Klostergarten und Wurmkräuter sind solche Bitterkräuter enthalten. Eine weitere Möglichkeit den Säure-Basen-Haushalt zu regulieren, bieten z.B. die Chlorella-Algen: Aufgrund seiner stark basischen Wirkung trägt das Chlorophyll in den Algen zur Wiederherstellung eines ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalts bei.

Die Kräutermischung Rhenalind enthält eine Kräuter, die den Stoffwechsel anregen und sanft die Ausleitung durch die Nieren fördern.

Die Leber hat die Hauptlast de Entgiftung zu leisten. Hier findet der größte Anteil der körpereigenen Entgiftung statt, so dass ein gutes Funktionieren der Leber für die Entgiftung sehr wichtig ist. Die Leberpellets unterstützten die Leberfunktion durch die Inhaltsstoffe Mariendistelschale, Odermennig, Schissandrasamen, Engelwurz, Origanum, Curcuma und Süßholzwurzel.

Der Darm ist das größte Immunorgan mit vielen unterschiedlichen Bakterien, die den Darm in seinem ursprünglichen, leicht sauren Bereich stabilisieren, fremde Keime vor der Ansiedlung im Darm und in der Darmschleichhaut hindern sowie die allgemeine Verdauung unterstützen und lebensnotwendige Vitamine produzieren. 

Bei einer gestörten Darmflora kommt es zu einem Ungleichgewicht der Bakterien z.B. vermehrt zu schädlicher Pilzbildung (Hefepilze, Candida) im Darm. Die Darmschleimhaut wird geschädigt, es entstehen sogenannte Leaky guts und die Giftstoffe können durch den Darm in den Körper gelangen. Die Basiskomponenten einer natürlichen Darmsanierung bei Pferden sind Präbiotika (Ballaststoffe), darmreinigende Kräuter und Futteranpassungen.

Die Wurmkräutereine strukturreiche Mischung mit Bitterkräutern, welche die Produktion der Verdauungssäfte anregen, ohne die eine gute Verdauung unmöglich ist. Neben der Anregung der Verdauungssekrete stabilisieren die Bitterkräuter die erwünschte Darmflora und behindern die Entwicklung von Darmparasiten und treiben sie aus. Gleichzeitig helfen die Pektine der Hagebutte, dass sich eine geschädigte Darmschleimhaut regenerieren kann.

Reine Bierhefe ist wichtig zur Regeneration einer gestörten Darmflora, besonders nach Antibiose, Wurmkuren oder bei Haut-, Fell- und Fruchtbarkeitsstörungen. Reine Bierhefe von PerNaturam, also keine Biertreber-Hefe (BT-Hefe), optimiert die Versorgung mit Aminosäuren (enthalten sind alle essentiellen), Vitaminen, insbesondere des gesamten B-Komplexes, und Spurenelementen (reich an Eisen, Mangan und Zink).

Die Klostergarten-Kräutermischung sorgt für eine aktive Darmflora, unterstützt die Verdauung und reguliert den Säure-Basenhaushalt. 

3. Mobilisation und Bindung der Toxine

Während die Toxine im Bindegewebe gelagert werden und dort erst einmal keinen direkten Schaden anrichten. Durch die Mobilisierung der Toxine gelangen wieder in den Blutkreislauf und von dort in die verschiedenen Organe. Dennoch ist es ein Trugschluss, die Toxine deshalb auch dort zu belassen. Denn auch die größte Deponie ist irgendwann überfüllt und dann richten die Giftstoffe, durch die direkte Schädigung der Organe möglicherweise erheblichen Schaden an.

Im Folgenden gehe ich auf einige Stoffe ein, die die eingelagerten Toxine mobilisieren und zur Ausleitung binden können.

"Das" Entgiftungsmittel der klassischen Homöopathie gibt es zwar nicht, aber man kann sagen, dass Okoubaka sicher eines der wichtigsten Mittel ist. Gegeben wird es z.B. alleine oder im Rahmen einer Entgiftungskur in der Potenz D6 über mehrere Wochen.

Zur Entgiftung können auch die Heilpflanzen und Heilkräuter, die eine entgiftende Wirkung entfalten eingesetzt werden:

Bestimmte Pflanzen können selbst der immensen Umweltbelastung in den Städten trotzen, denn sie bergen „giftwidrige“ Heilkräfte in sich und ergänzen schulmedizinische und/oder naturheilkundliche Entgiftungskuren: zu diesen Pflanzen gehören z.B. das Beifußkraut (enthalten in: Amara Bitterkräuter, Wurmkräuter) oder der Löwenzahn, vor allem die Löwenzahnwurzel (enthalten in: Amara Bitterkräuter, Klostergarten). 

Chlorella sind Süßwasseralgen, die zum Ausleiten von Schwermetallen eingesetzt werden. Die Alge hat zwei Eigenschaften, die für die Entgiftung interessant sind:

Chlorella mobilisiert Schwermetalle im Gewebe und die Zellmembran der Alge kann die Schwermetalle wie ein Schwamm absorbieren. Die solchermaßen gebundenen Giftstoffe können dann ausgeschieden werden. Chlorella bindet die Schwermetalle Quecksilber, Cadmium, Blei, Nickel, Gold, Platin und Paladium sowie alle gängigen Umweltgifte wie Dioxin, Formaldehyd, Insektenschutzmittel etc..

Chlorella Algen besitzen außerdem dank hoher Gehalte an Aminosäuren, Vitamine, Mineralstoffe, Chlorophyll einen großen Nährwert für die Pferde.

Aufgrund seiner stark basischen Wirkung trägt das Chlorophyll in den Algen außerdem zur Wiederherstellung eines ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalts bei.

Koriander, enthalten in der Kräutermischung Klostergarten mobilisiert Schwermetalle, insbesondere Quecksilber, aus ihren Depots im Nervengewebe. Die Anwendung von Korianderkraut stellt nach Dr. Klinghardt die einzige bekannte Methode dar, Gehirn und Nervengewebe von Quecksilber zu entgiften.

Auch Heilpilze, enthalten in der Mschung E, haben eine stark entgiftende Wirkung. Diese Mischung enthält Cordyceps, der bei Sportpferden unter das Doping-Gesetz fällt. Die Enzyme in den Vitalpilzen können besser wirken, wenn Vitamin C zu Verfügung steht. Aus diesem Grund füttern Sie am besten zu den Vitalpilzen ganze Hagebutten oder geschrotete Hagebutten

4. Anregung der körpereigenen Entgiftungskapazität

Bisher wurde die sogenannte körpereigene Entgiftungskapazität wenig beachtet:

Die körpereigene Entgiftungskapazität ist die Fähigkeit des Organismus toxische Stoffe zu verstoffwechseln, ausscheidungsfähig zu machen und körpereigene Strukturen vor Giften und deren Metaboliten zu schützen. Deshalb möchte ich hierauf intensiver eingehen.

Wie funktioniert die körpereigene Entgiftung?

Zur Entsorgung der Toxine bedient sich der Organismus einer Reihe hochspezifischer Enzymsysteme, die in unterschiedlicher Konzentration in den meisten Zellen nachweisbar sind. Organe wie die Leber oder die Nieren, die besonders intensiv in die Entgiftung  involviert sind, weisen die höchste Enzymdichte auf.

Eine zentrale Stellung in der körpereigenen Entgiftung nimmt das Glutathion ein. Glutathion wird in den Zellen gebildet aus den Aminosäuren Glutamin, Cystein und Glycin.

Glutathion

Glutathion schützt u.a. die Zellmembranproteine sowie das Hämoglobin vor oxidativen, schädlichen Prozessen. Bei diesem Vorgang „opfern“ sich jeweils 2 Glutathionmoleküle und verbinden sich zu Glutathion-Disulfid. Dieses „verbrauchte“ (oxidierte) GSSG wird im Anschluss regeneriert und steht wieder zur Verfügung.

Reduziertes Glutathion ist die Basis aller vitalen Zell-Leistungen. Es bekämpft in den Zellen gegen freie Radikale, gegen oxidativen Stress, und damit gegen alle Erkrankungen, gegen Toxine, gegen Strahlenschäden und vor allem gegen Krebserkrankungen.

Glutathion ist wichtig für die Strukturbildung von körpereigenen Proteinen für die Reparatur von DNA-Schäden und ein funktionsfähiges Immunsystem.

Glutathion ist ein Chelatbildner und ist in der Lage Schwermetall zu entgiften.

Ein Mangel an Glutathion tritt besonders häufig auf, bei schwerer körperlicher Belastung, bei Leistungssportlern und bei oxidativem Stress. Der Glutathionwert kann um 50 -60% fallen, was bei Wiederholungen bis zu 60 Stunden anhalten kann. Die Folge: Es kann zu mangelnder Entgiftungskapazität führen und damit zu einer extremen Sensibilisierung gegenüber toxischen Substanzen.

Die Syntheseleistung kann aber auch durch Lebererkrankungen oder Mikronährstoffmagel beeinträchtigt sein.

Mikronährstoffe wie Selen, Vitamin B2, B6 und C und α-Liponsäure steigern die intrazelluläre Glutathionsynthese. Als Vorläufersubstanzen gelten die Aminosäuren Glycin, Cystein und Glutamin.

Reine Bierhefe und Chlorella Algen optimieren die Versorgung mit diesen Aminosäuren, den B-Vitaminen und Mineralien. 

Eine weitere zentrale Stellung in der körpereigenen Entgiftung nehmen die Glutathion-S-Transferasen (GST) ein. Die GST haben die Aufgabe neben körpereigenen Toxinen (die im normalen Stoffwechsel immer entstehen) auch exogene Toxine zu eliminieren. Sie werden im Zytoplasma gebildet, insbesondere in den Zellen der Entgiftungsorgane (Leber, Niere). Sie überführen diese Giftstoffe in eine wasserlösliche Form als Vorraussetzung für die Ausscheidung über die Niere.

Außerdem werden von den Zellen unter Strahlenbelastung vermehrt GST gebildet, um die exponierten Zellen vor dem Zelltod zu schützen.Neben der Entgiftung von Chemikalien sind die GST  auch mitverantwortlich für den Abbau von Schwermetallen wie z.B. Cadmium oder Quecksilber. 

Bestimmte Mikronährstoffe können die Enzymaktivität der GST steigern:

● Zink

● Kupfer

● Magnesium

● Vitamin B2

● Vitamin B6

● Vitamin C

Auch hier bietet sich die Reine Bierhefe und die Chlorella Algen zusammen mit der Gemüse- und Früchtemischung Hortus zur Optimierung der Versorgung mit diesen Vitaminen und Mineralien an. 

Auch verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe können die Enzymaktivität der GST steigern:

Glukosinulate, Polyphenole, Carotinoide, Saponine, Indole oder Curcumin steigern die GST Aktivität. Die genannten Stoffe kommen in Gemüsen vor wie z.B. in Möhren, Meerrettich, Brokkoli, Kresse, Kohlrabi und Gelbwurz (Kurkuma). Die Gemüse- und Früchtemischung Hortus enthält unter anderem Möhren und Meerrettich und die Leberpellets enthalten Kurkuma.

Darüber hinaus ist zu beachten, dass die Aktivität der körpereigenen Entgiftungsenzyme empfindlich auf pH-Wert-Änderungen in den Körperzellen reagiert. Der medizinische Fachausdruck für eine Übersäuerung des Gewebes heißt „Gewebeazidose“. Eine latente Gewebeazidose kann also die Entgiftung ganz stark beeinträchtigen.

Der Begriff „latent“ bedeutet so viel wie „versteckt“ und weist auf einen chronischen Zustand hin, der sich zunächst nicht bemerkbar macht. Die latente Azidose bzw. chronische Übersäuerung ist weit häufiger in der Praxis zu beobachten und gekennzeichnet durch eine geringfügige Verschiebung des Blut-pH innerhalb des Normbereiches (pH 7,35 – pH 7,45) zum Sauren hin. Gleichzeitig ist die Pufferkapazität des Blutes vermindert. Die chronische Übersäuerung verläuft ohne spezifische klinische Symptome bei den betroffenen Tieren. Besonders gefährdet sind Tiere mit einer Nierenschwäche. Zur Regulierung des Säure-Basen-Haushaltes bei Pferden können zum einen sogenannte Bitterkräuter eingesetzt werden, da alle bitterstoffhaltigen Kräuter basisch sind und infolgedessen entsäuernd wirken. Zu den Bitterkräutern zählen z.B. Löwenzahn, Schafgarbe, Kardamom, Kalmus, gelber Enzian, Galgant, Engelwurz, Tausendgüldenkraut, Wermut und weitere Kräuter. In den Kräutermischungen Amara BitterkräuterKlostergarten und Wurmkräuter sind solche Bitterkräuter enthalten. Eine weitere Möglichkeit den Säure-Basen-Haushalt zu regulieren, bieten z.B. die Chlorella-Algen: Aufgrund seiner stark basischen Wirkung trägt das Chlorophyll in den Algen zur Wiederherstellung eines ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalts bei.

Der pH-Wert im Gewebe ist stark abhängig von der Ernährung. Vor allem zuckerhaltige Nahrungsmittel tragen zur Übersäuerung bei. Fertigfutter enthalten meist einen hohen Zuckergehalt!!!

Eine regelmäßig durchgeführte Entgiftungskur einmal im Jahr kann auch die Gesundheit eines jeden Pferdes positiv beeinflussen. 

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Diese Informationen basieren auf verschiedenen Veröffentlichungen und für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur eigenmächtigen Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie oder Ihr Tier Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme / Verabreichung jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt / Tierarzt / Heilpraktiker / Tierheilpraktiker zu Rate ziehen.

Beratungen bei mitomedvet.de:

Mein Name ist Anke Watty. Ich bin Diplom-Biologin, Tierheilpraktikerin und Ernährungsberaterin für Tiere. Meine Spezialgebiete sind chronische Erkrankungen und Stoffwechselstörungen bei Pferd, Hunden und Katzen. Ich berate Sie gerne und beantworte Ihre Fragen und geben Ihnen Empfehlungen und Tipps zur Behandlung z.B. von KPU, Azidose, metabolisches Syndrom, Nierenerkrankungen, Hufrehe, Cushing oder PSSM. Auch für alle anderen Probleme rund um Ihr Tier, wie z.B.  Sehnen- und Gelenkserkrankungen, Arthrose oder Darmprobleme finde ich zusammen mit Ihnen (und Ihrem Tierarzt bzw. Tierheilpraktiker/-physiotherapeut) Lösungen.

Um Sie umfassend und fachgerecht beraten zu können schreiben Sie am besten schreiben eine Mail an info@tierheilpraxis-watty.de mit einer kurzen Beschreibung des Problems und ich gebe Ihnen nach der Bezahlung des vereinbarten  Beratungshonorars (30 Minuten 35,00€)  einen telefonischen Beratungstermin.

Ich freue mich Ihnen helfen zu können.

Ihre

Anke Watty