Mauke

Mauke

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Die Mauke und ihre ganzheitliche Behandlung

Mauke ist eine bakterielle Hautentzündung in der Fesselbeuge des Pferdes und wird medizinisch auch als Fesselekzem bezeichnet. Mauke ist kein klar abgegrenztes Krankheitsbild und kann mehrere Ursachen haben.

Welche Pferde sind gefährdet?

Prinzipiell kann jedes Pferd Mauke bekommen. Besonders anfällig sind Pferde mit langem dichtem Behang, wie z.B. Friesen, Tinker und Kaltblüter. Hier kann sich die Mauke oft unbemerkt unter dem dichten Behang entwickeln. Außerdem besitzen diese Rassen häufig im Bereich der Fesseln (genetisch bzw. Rasse bedingt) eine unnatürlich verdickte Haut. Durch die zu starke Hornschichtbildung und dem gestörten Feuchtigkeitshaushalt durch den dichten und langen Behang entstehen Risse und andere Schäden in der Haut: Ein wahres Paradies für Bakterien & Co.!!!

Pferde mit weißen Beinen sind auch gefährdet, da die nicht pigmentierte Haut der weißen Beine empfindlicher und anfälliger für Infektionen ist. Auch alte Pferde haben durch das altersbedingt schwächere Immunsystem ein erhöhtes Maukerisiko. Durch ein im Wachstumsschub ebenfalls geschwächtes Immunsystem sind auch Jungpferde anfällig für Mauke.

Die Krankheit tritt am häufigsten in den Wintermonaten auf und häufiger bei Offenstallpferden. Beides weist auf die Tatsache hin, dass die Haut besonders nach einer Vorschädigung  z.B. durch Nässe, Tausalz, Urin oder  mechanische Irritationen für diese Entzündung empfänglich ist.

Mauke kann sich aber auch im Spätsommer entwickeln, wenn das Gras aufhört zu wachsen und sich das Eiweiß darin speichert. Zu kleereiche, bzw. zu „fette“ Weide, kann also auch eine Mauke auslösen. Ein Hinweis darauf, dass auch eine ausgewogene Fütterung das Mauke-Risiko vermindert.

Erscheinungsform der Mauke

Die Erscheinungsform der Mauke ist von der Ursache und im Besonderen auch von der Dauer der Erkrankung abhängig.

Die Mauke beginnt mit kleinen Verletzungen oder einer Reizung der Haut: Die oberste Schicht der Haut (Epidermis) wird geschädigt, die Krankheitserreger haben nun die Möglichkeit sich anzuheften und in die Schadstellen einzudringen. Wenn die Bedingungen (Feuchtigkeit, Wärme) für den Erreger optimal sind, kann er sich vermehren und sein zerstörerisches Werk beginnt. In frühen Stadien der Erkrankung sind nur die obersten Schichten der Haut betroffen. Das Immunsystem reagiert mit eine Entzündungsreaktion. Die betroffenen Hautpartien werden stärker durchblutet, Zellen der Immunabwehr werden in die Region entsandt und das gesamte Gewebe schwillt an. Die Haut ist gerötet, schmerzhaft und juckt teilweise stark. Je nach Stärke der Reaktion tritt ein wässriges (seröses), oft übel riechendes Entzündungssekret aus, was mit Bakterien, Blut, Schmutzpartikeln und Haaren eine Kruste bildet. Unter dieser Kruste fühlt sich der Bakteriencocktail besonders wohl und kann sich ungestört vermehren.  

Die Erreger können sich immer weiter ausbreiten und auch andere Bakterien, Pilzen oder Milben fühlen sich in dem geschädigten Gewebe wohl. Meist lassen sich bei einer Tupferprobe oder in einem Hautgeschabsel mehrere Bakterienarten, aber auch oft Pilze und Milben feststellen. Man spricht dann von einer Mischinfektion.

Im weiteren Krankheitsverlauf werden die tieferen Schichten der Haut befallen. Die Krusten werden größer und flächiger. Diese Krusten fallen bei Mauke nicht, wie bei normalen Verletzungen, nach ein paar Tagen ab, sondern werden immer dicker und härter. Die Wundflächen reißen bei Belastung immer wieder blutig auf und es entstehen Falten und tiefe Risse in der Haut. Eine spontane Heilungstendenz dieser Hautdefekte ist nur selten zu erkennen – die Mauke wird chronisch. Die Haut ist jetzt nicht mehr in der Lage die Erreger selbst erfolgreich zu bekämpfen. Oft wird die Haut dann großflächig wund, erscheint rosarot mit feuchten entzündlichen Ausschwitzungen und nur noch vereinzelten Haarstummeln.

Besteht die Mauke über einen noch längeren Zeitraum, werden die obersten Hautschichten vollständig zerstört. Durch den chronischen Entzündungsreiz wird stark wucherndes Granulationsgewebe, sogenanntes „wildes Fleisch“ gebildet. Diese Erscheinungsform bezeichnet man als papilomatöse Mauke (Warzen- oder Schwielenmauke): Die Haut ist stark verdickt, die Oberfläche ist uneben, warzenartig und mit zum Teil sehr tiefen Furchen durchzogen. Die starke Verdickung der Haut an den betroffenen Beinen kann zu einer Bewegungseinschränkung der darunter liegenden Gelenke führen.

Gelegentlich begrenzt sich die Entzündung nicht nur auf die Fesselbeuge, sondern breitet sich oberhalb des Fesselkopfes auf das Röhrbein aus. Bei zusätzlicher Infektion der Unterhaut kann ein Einschuss (Phlegmon) mit erheblichen Schwellungen und Lahmheiten ausbilden. In einem solchen Fall besteht die Gefahr einer Sepsis, die dann auch tödlich für das Pferd sein kann.

Was sind die Ursachen für Mauke?

Obwohl Mauke sehr weit verbreitet ist, zeigt sie sich oft als besonders hartnäckig und schwer therapierbar. Dies liegt vor allem darin begründet, dass die Mauke oft nur symptomatisch mit Shampoos und Salben behandelt wird.

Mauke ist eine Erkrankung, deren Auftraten neben der individuellen Anfälligkeit (genetisch bedingt / Rasse bedingt) auch durch nicht vorteilhafte Haltungsbedingungen begünstigt wird.

Pferde, die eine Mauke entwickeln, haben jedoch oft auch noch andere medizinische „Baustellen“. Sie können z.B. neben der Mauke eine oder mehrere folgender Problematiken haben:

● Allergien

● Chronische Abwehrschwäche

● COPD

● Cushing

● erhöhte Leberwerte

● Glaukom

● Herzinsuffizienz

● Herzrhythmusstörungen

● KPU

● Metabolisches Syndrom

● Polyarthrose

● Reizdarmsyndrom

● Schilddrüsenerkrankungen

● Toxische Belastungen mit Umweltgiften, Chemikalien (Insektizide, Pestizide, Lösungsmittel, Schwermetalle, Farbstoffe etc.)

● Vitamin- und Mineralstoffmangel

In diesen Fällen sollte die Mauke nicht als isolierte Erkrankung betrachtet und therapiert werden (was auch keinen Erfolg verspricht), sondern als Symptom einer komplexen chronischen Erkrankung. Vielen spricht dafür, dass solche komplexen Krankheitsbilder als Konsequenz einer Fehlfunktion der Mitochondrien zu verstehen sind: Die Mitochondrien sind kleine Zellpartikel, die die Zellen mit dem zelleigenen „Kraftstoff“ ATP (Adenosintriphosphat) versorgen. Ohne diesen Kraftstoff funktionieren die Zellen nicht: Ein Auto fährt ja auch nicht ohne Diesel oder Benzin! Durch eine gezielte Unterstützung der Mitochondrien kann hier die Grundursache behoben werden.

Hier lesen Sie mehr über die Mitochondrienmedizin.

Welche Faktoren in der Haltung begünstigen Mauke?

Mauke wird vor allem durch eine andauernde zu hohe Feuchtigkeit des Untergrundes begünstigt. Wird es dann witterungsbedingt auch noch feuchtkalt, dann verringert sich die Hautelastizität und Risse in der Haut werden begünstigt.

In den letzten Jahren hat sich in der Pferdehaltung sehr viel verändert. Immer mehr Pferde werden in Offenställen gehalten und viele Boxen haben ein angrenzendes Paddock. Meist steht aber dennoch nicht so viel Raum pro Pferd zur Verfügung und es treten die typischen Überlastungserscheinungen der genutzten Flächen auf: Der „klassische Matschpaddock“, die ideale Grundlage für Mauke.

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Deshalb spielt die Hygiene und Feuchtigkeitsregulation der besonders stark beanspruchten Flächen eine entscheidende Rolle in der Prophylaxe der Mauke. An den neuralgischen Punkten, wie Futterständen oder Wasserstellen muss dann über eine Befestigung des Untergrunds nachgedacht werden. Auch bei Winterausläufen oder Paddocks, die über keine entsprechenden Drainagen verfügen, ist eine dauerhafte Trockenlegung der Tretschicht sinnvoll. Von Holzschnitzeln als Paddockbelag ist abzuraten, da die Keimbelastung durch den natürlichen Fäulnisprozess sowie durch Harn und Kot über die Jahre stetig zunimmt und eine sinnvolle Hygiene unmöglich wird.

Bei der Stallhaltung ist die immer noch anzutreffende Matratzen Einstreu für ein mit Mauke problematisch, denn der feuchte, mit Harn und Kot durchsetzte Mist ist ein wunderbarer Nährboden für Bakterien. Die aggressive Flüssigkeit greift außerdem die Haut an, öffnet so die Pforten für Bakterien und fördert so die Mauke-Gefahr.

Eine Behandlung der Mauke kann nur dann erfolgreich sein, wenn die Haltungsbedingungen entsprechend verändert werden.

Es ist auch falsch, ein Pferd mit Mauke nicht zu bewegen. Denn dann wird die Schwellung, die durch einen Lymphstau entsteht, nur schlimmer. Besser ist täglich viel, nicht zu anstrengende Bewegung. Auf Bandagen oder Gamaschen sollten Sie verzichten, da sie die ohnehin schon geschädigte Haut nur zusätzlich reizen würden.

Häufig tritt Mauke auch in Stresssituationen auf. Zum Beispiel nach einem Stallwechsel, wenn sich die Herde verändert oder nach Turnieren oder Shows. Stress schwächt das Immunsystem und kann dadurch eine Mauke auslösen. Um den Organismus und die Seele des Tieres wieder ins Gleichgewicht zu bringen dürfen alle möglichen Stressfaktoren am besten abgeschaltet werden.

Symptomatische Behandlung der Mauke

Nach Möglichkeit sollte der Fesselbehang nicht geschoren werden. Bei Bedarf kann ein langer Behang zwar gekürzt werden, werden die Haare jedoch zu kurz abgeschnitten, kann es zu weiteren Reizungen kommen, weil die Haarwurzeln irritiert werden.

Wenn Sie Rötungen in der Fesselbeuge Ihres Pferdes entdecken, waschen Sie die Beine des Pferdes mit einem milden Shampoo, um Schadstoffe und Dreck gründlich zu entfernen und trocknen anschließend die Fesselbeugen sorgfältig ab. Danach bestreichen Sie die Rötungen dünn mit einer desinfizierenden Salbe (z. B. mit einer Jodsalbe).

Haben sich schon sandige, klebrige Krusten gebildet sollte die Fesselbeuge mit milden Seifenprodukten (Jod-, Schmier- oder Kernseife) gründlich gewaschen werden. Die Krusten werden dabei aufgeweicht und gründlich entfernt. Das gesamte Krustenmaterial muss vollständig entfernt werden und auch die Furchen und Falten müssen krustenfrei sein. Es ist aber wichtig, die Krusten nicht mit Gewalt zu entfernen: Das wäre zum Einen nur schmerzhaft für das Pferd und zum Anderen würden sich auch die Wunden dadurch vergrößern. Wenn sich dünne rötlichbraune Krusten gebildet haben, dann ist das der gesunde Wundschorf: Den lassen Sie bitte auf der Wunde. Im Anschluss werden die Beine wieder trocken getupft und die Wunden desinfiziert.

Nach neuen Erkenntnissen ist auch eine übertriebene Reinlichkeit kontraproduktiv, da durch die Seifen der pH-Wert der Haut und der Fettgehalt empfindlich gestört werden.

Bei sehr starken Verkrustungen empfiehlt es sich zunächst mit nassen Verbänden (z.B. Sauerkrautwickel) über Nacht die Krusten aufzuweichen und zu desinfizieren.

Waschungen mit entzündungshemmenden Kräutersuden aus Kamille, Salbei oder Thymian können auch helfen, die Haut zu beruhigen. Hochwertige Pflanzenöle und Lebertran (im NBS-Pflegeöl) helfen, die noch intakte Haut um die Wunden herum zu pflegen und geschmeidig zu halten. Viele schwören auch auf Aloe vera (im Bio-Ekzem Lind) um die Wunden zu behandeln, denn es wirkt feuchtigkeitsspendend und antiseptisch. Zusätzlich erleichtern die enthaltenen Stoffe die Wundheilung.

Bei sehr tiefen Wunden, die schlecht heilen, kann Ihnen Honig weiterhelfen. Honig wirkt antiseptisch und erleichtert die Wundheilung.

Bei sehr ausgeprägten Mauke-Befunden entnimmt der Tierarzt / die Tierärztin ein Haut-Geschabsel oder macht eine Tupferprobe, um festzustellen, ob eine Mischinfektion vorliegt. Je nach Untersuchungsergebnis können die verschiedenen Erreger dann gezielt behandelt werden.

Zeigen sich in der Kultur Bakterien, kann das Labor austesten, mit welchen Antibiotika diese Bakterienstämme behandelt werden können. Ist klar, welches Medikament wirkt, bekommt das Pferd diesen Wirkstoff über das Futter verabreicht oder gespritzt. Da eine Antibiotika-Behandlung immer auch Nachteile mit sich bringt (Resistenzbildung etc.) können alternativ auch antibakteriell wirkende Kräuter (z.B. Thymian, Aloe vera, Nachtkerzenöl) und Zink helfen. Eine Stärkung des Immunsystems durch bestimmte Kräuter (z.B. Katzenkralle) bringt eine zusätzliche Hilfe.

Sind Milben mit beteiligt, muss das Pferd mit bestimmten Shampoos (z.B. Verminex Shampoo) gewaschen werden. Auch hier ist eine Stärkung des Immunsystems durch bestimmte Kräuter (z.B. Katzenkralle) eine zusätzliche Hilfe. Ganz wichtig ist bei einem Milbenbefall, dass Sie während und nach der Behandlung alle Bandagen, Gamaschen und das gesamte Putzzeug reinigen und desinfizieren, um die Milben nicht gleich wieder zurückzubringen.

Schwieriger ist die Behandlung, wenn ein Pilz mit im Spiel ist. Neben Waschungen mit einem Medikament gibt es auch eine Impfung gegen Pilz, die befallenen Pferden hilft. Eine natürliche Alternative bei Pilzbefall ist Lebermoos-Extrakt. Moose haben eine starke fungizide Wirkung: Für die Anwendung werden 20ml alkoholisch aufbereiteter Lebermoosextrakt mit 100 ml Wasser gemischt und aufgetragen. Auch hier gilt: Alles muss desinfiziert werden und zwar mehrfach während und nach der Behandlung.

Bei Viren hilft nur, das Immunsystem zum Beispiel mit der antiviral wirkenden Katzenkralle zu stärken.

Bei der glücklicherweise recht seltenen Warzenmauke bleibt häufig nur die Möglichkeit, die Warzen chirurgisch abzutragen. Nach der Operation wird mit speziellen Salben und Verbänden ein erneutes Überschießen des Granulationsgewebes verhindert. Eine solche Behandlung ist sehr aufwendig und kann sich über Wochen oder Monate hinziehen. Auch die Prognose nach einer derartigen Therapie ist sehr vorsichtig zu stellen. Eine  vollständige Wiederherstellung einer gesunden Haut ist bei diesen Extremfällen in der Regel nicht zu erreichen.

Grundursachen herausfinden und ganzheitlich behandeln

Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung ist die Klärung der zugrunde liegenden Ursachen der Erkrankung, ein gesunder Stoffwechsel und eine ausgewogene und optimierte Fütterung des Pferdes.

Über einem einfachen Speicheltest  können mittels der Bioresonanz-Methode in vielen Fällen die tatsächlichen – oft versteckten – Ursachen von Erkrankungen sowie Futterunverträglichkeiten herausgefunden werden.

Bei der Mauke  empfehle ich folgende Tests:

Urintest Kombi KPU + Übersäuerung Pferd

Kleiner Basistest oder besser

Großer Basistest und

Futtertest

Über den Basistest und den Urintest können Sie möglicherweise abklären, welche Grundursachen bei Ihrem Pferd vorliegen und diese dann gezielt angehen. Anhand des Testergebnisses des Futtertests können Sie den Futterplan ihres Pferdes optimieren, indem Sie alle Futtermittel verbannen, die als unverträglich erwiesene Futterbestandteile enthalten.

So einfach funktionert der Test:

Dem Tier wird eine Speichelprobe entnommen und die entnommene Probe wird nach einem bioelektronischen Verfahren analysiert.

Hier einmal ein Beispiel für ein Testergebnis im Basistest. Sie bekommen mit dem Testergebnis auch immer eine Interpretation der Ergebnisse.

Basistest_Beispiel

Je nach Testergebnis ergibt sich eine individuelle Therapieempfehlung.

Zur Komplettierung dieser individuellen Therapie stehen neben der symptomatischen Behandlung und der Veränderung der Haltungsbedingungen einige grundlegende Behandlungsmaßnahmen zur Verfügung:

1. Unterstützung des Hautstoffwechsels

Zur Unterstützung des Hautstoffwechsels können die Heilpilze der Mischung H eingesetzt werden, die zusätzlich eine stark entgiftende Wirkung haben.  Diese Mischung enthält Cordyceps, der Bei Sportpferden unter das Doping-Gesetz fällt. Die Enzyme in den Vitalpilzen können besser wirken, wenn Vitamin C zu Verfügung steht. Aus diesem Grund füttern Sie am besten zu den Vitalpilzen ganze Hagebutten oder geschrotete Hagebutten

2. Optimierung der Fütterung

Oftmals findet sich bei Mauke-Pferden eine fehlerhafte Fütterung mit unzureichender oder übermäßiger bzw. von Imbalancen getragener Mineralstoff-, Spurenelement- und Vitaminversorgung. Sehr zuckerlastige oder zu proteinreiche Futterrationen können die Entstehung der Mauke begünstigen. Müslis enthalten oft sehr viel Zucker, ebenso Möhren. Anhand der Ergebnisse aus dem Basis- und dem Futtertest können Sie die Futterration entsprechend optimieren.

Eine ausgewogene Fütterung beinhaltet auch die ausreichende Versorgung des Pferdes mit den Mikronährstoffen, den Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen:

Nutripferd ist reines Naturprodukt aus Seealgenmehl, das als Futterzusatz im Krippenfutter verabreicht wird. In Nutripferd sind in natürlicher Zusammensetzung eine Vielzahl von Mineralstoffen, Spurenelementen, Vitaminen und Aminosäuren enthalten. Das Besondere im Gegensatz zum herkömmlichen Mineralstoffzusatz ist, dass Algenprodukte all diese Inhaltsstoffe naturgemäß in kleinen Potenzen, ausgewogen aufeinander abgestimmt enthalten. Nutripferd ist sehr gut aufgeschlossen und kann vom Organismus leicht aufgenommen werden, um so ein ausgewogenes Verhältnis aller Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine und Aminosäuren im Körper zu garantieren. Damit trägt es natürlich zur Gesundheit sämtlicher Organe bei.

Weil bei Hautproblemen ein erhöhter Bedarf an B-Vitaminen und Zink besteht empfehle ich zusätzlich MilkiPyrol.

Hanfsamen gehören zweifelsfrei zu den ernährungsphysiologisch hochwertigsten Samen: Sie enthalten für den Organismus leicht verfügbare Mineralien und Spurenelemente, wie Magnesium, Zink, Kalium, Calcium, Phosphor und Eisen, die antioxidativ wirkenden Vitamine C und E, essentielle B-Vitamine, sowie sekundäre Pflanzenstoffe (z. B. Flavonoide). Darüber hinaus findet man in den Hanfsamen wichtige Enzyme und Antioxidantien, welche als Zellschützer die freien Radikale bekämpfen. Gerade bei Hauterkrankungen und komplexen chronischen Erkrankungen ist eine Fütterung mit diesem „Powersnack“ sinnvoll.  

3. Unterstützung der ausleitenden Organe Darm, Niere und Leber

Ebenso wichtig wie die optimierte Ernährung des Pferdes ist das einwandfreie Funktionieren der Ausscheidungsorgane, Niere, Leber und Darm.

Der Magen-Darm-Tarkt der Pferde ist sehr empfindlich und reagiert auf Unregelmäßigkeiten des Stoffwechsels sensibel. Bei einer gestörten Darmflora kann das Pferd das Futter auch nicht optimal verwerten. Egal, ob Fütterungsfehler oder Stoffwechselstörung, die Versorgung des Zellstoffwechsels mit Aminosäuren, Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen ist in beiden Fällen nicht mehr gesichert. Als Folge wird auch der Hautstoffwechsel ebenfalls gestört und die allergische Hautreaktion kann noch leichter auftreten.

Die Wurmkräuter, eine strukturreiche Mischung mit Bitterkräutern, welche die Produktion der Verdauungssäfte anregen, ohne die eine gute Verdauung unmöglich ist. Neben der Anregung der Verdauungssekrete stabilisieren die Bitterkräuter die erwünschte Darmflora und behindern die Entwicklung von Darmparasiten und treiben sie aus. Gleichzeitig helfen die Pektine der Hagebutte, dass sich eine geschädigte Darmschleimhaut regenerieren kann.

Reine Bierhefe ist wichtig zur Regeneration einer gestörten Darmflora, besonders nach Antibiose, Wurmkuren oder bei Haut-, Fell- und Fruchtbarkeitsstörungen. Reine Bierhefe von PerNaturam, also keine Biertreber-Hefe (BT-Hefe), optimiert die Versorgung mit Aminosäuren (enthalten sind alle essentiellen), Vitaminen, insbesondere des gesamten B-Komplexes, und Spurenelementen (reich an Eisen, Mangan und Zink).

Der Niere kommt die Aufgabe zu, die wasserlöslichen Ausscheidungsprodukte  zu entsorgen. Rhenalind ist eine Kräutermischung zur sanften Ausleitung über die Nieren und den Harn.

Die Leber hat die Hauptlast für den Stoffwechsel zu leisten. Hier findet der größte Anteil der körpereigenen Entgiftung statt, so dass ein gutes Funktionieren der Leber für einen gesunden Stoffwechsel sehr wichtig ist. Leberpellets unterstützten die Leberfunktion mit Mariendistel, Odermennig, Schissandrasamen, Engelwurz, Origanum, Curcuma und Süßholzwurzel.

Je nach Schädigung der Haut wird das Pferd auch nach Abheilung weiterhin anfällig für erneute Mauke bleiben. Werden die Beine nach dem Reiten abgespritzt, sollten die Fesselbeugen immer abgetrocknet werden.

Bei manchen Pferden ist es auch sinnvoll die Haut dauerhaft mit geeigneten Zinkpasten zu schützen.

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Diese Informationen basieren auf verschiedenen Veröffentlichungen und für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur eigenmächtigen Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie oder Ihr Tier Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme / Verabreichung jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt / Tierarzt / Heilpraktiker / Tierheilpraktiker zu Rate ziehen.

Beratungen bei mitomedvet.de:

Mein Name ist Anke Watty. Ich bin Diplom-Biologin, Tierheilpraktikerin und Ernährungsberaterin für Tiere. Meine Spezialgebiete sind chronische Erkrankungen und Stoffwechselstörungen bei Pferd, Hunden und Katzen. Ich berate Sie gerne und beantworte Ihre Fragen und geben Ihnen Empfehlungen und Tipps zur Behandlung z.B. von KPU, Azidose, metabolisches Syndrom, Nierenerkrankungen, Hufrehe, Cushing oder PSSM. Auch für alle anderen Probleme rund um Ihr Tier, wie z.B.  Sehnen- und Gelenkserkrankungen, Arthrose oder Darmprobleme finde ich zusammen mit Ihnen (und Ihrem Tierarzt bzw. Tierheilpraktiker/-physiotherapeut) Lösungen.

Um Sie umfassend und fachgerecht beraten zu können schreiben Sie am besten schreiben eine Mail an info@tierheilpraxis-watty.de mit einer kurzen Beschreibung des Problems und ich gebe Ihnen nach der Bezahlung des vereinbarten  Beratungshonorars (30 Minuten 35,00€)  einen telefonischen Beratungstermin.

Ich freue mich Ihnen helfen zu können.

Ihre

Anke Watty