Beifusskraut, geschnitten


Beifusskraut, geschnitten

Artikel-Nr.: 1016

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Beifusskraut, geschnitten

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Beifuss (Artemisia vulgaris) ist in der ganzen Welt verbreitet und gehört auch zu den einheimischen Wildpflanzen, die zumeist an Weges- und Straßenrändern wächst. Die Blütezeit beginnt im Juni bzw. Juli und dauert bis September. Den Beifuss wird idealer Weise geerntet bevor sich die Blüten geöffnet haben, da die Blätter sonst bitter und zum Würzen ungeeignet sind.


Der Beifuss war einmal die bedeutendste und auch heiligste aller Ritual- und Heilpflanzen und ist fast in Vergessenheit geraten.

Die wichtigsten Wirkstoffe des Beifusskrautes sind seine Gerb- und Bitterstoffe, Vitamine und ätherische Öle mit Cineol und Thujon.

Aufgrund der starken Wirkung des Beifusskrautes sollte man es nicht über längere Zeit anwenden.

Traditionelle Anwendung: für müde Beine nach ausgedehnten Wanderungen, bei Appetitlosigkeit, Blasenentzündung, Durchblutungsstörungen, chronischer Durchfall, Hämorrhoiden, Mundgeruch, Muskelkater, Schlafstörungen, Übelkeit oder Wechseljahrsbeschwerden. Beifuss wird unter anderem antibakterielle, beruhigende, krampflösende, verdauungs- und durchblutungsfördernde Wirkung zugeschrieben.

Anwendung in der Tiermedizin: Zur Verdauungsförderung und Appetitanregung, zur Darmsanierung und bei krampfartigen Verdauungsbeschwerden, Störung der Gallenfunktion und Würmer.

Beifuss regt die Produktion der Magensäfte an und fördert die Verdauung.

Er wirkt gegen Durchfall, Erbrechen und gegen Maulgeruch. Im Gegensatz zu anderen verdauungsfördernden Kräutern unterstützt Beifuss auch die Bauchspeicheldrüse bei ihrer Arbeit.

Beifuss gilt als "kleine Schwester" des Wurmkrautes Wermut und ähnelt diesem auch in der Wirkungsweise. Im Fokus steht der Beifuss aber vor allem durch seinen Wirkstoff Artemisinin, einen sekundären Pflanzenstoff, chemisch ein Sesquiterpen, das in den Blättern und Blüten des einjährigen Beifusses vorkommt. Artemisinin gilt als Mittel gegen Krebs und wird immer häufiger in der Tumortherapie eingesetzt.

Seine Wirkung gegen Würmer hat der Beifuss durch seine wurmwidrigen ätherische Öle (bis zu 0,3%) wie 1,8-Cineol, Campher, Lina­lool, Thujon und Sesquiterpenlactone (Vulgarin, Pilostachyin). Andere Inhaltstoffe des Befuss sind Flavonoide (Quercetin, Rutin), Hydroxycumarine (Umbelliferon, Aesculetin), Polyine, Triterpene und Carotinoide.

Die Gerbstoffe und Bitterstoffe (z.B. Sesquiterpenlactone) spielen bei der Darmsanierung eine wichtige Rolle, da sie antibakteriell, antimykotisch und wurmwidrig wirken, so dass die Darmflora wieder ins Gleichgewicht gebracht wird. Darüber hinaus kann das  Thujon die adulten Würmer lähmen, wodurch sie inaktiv und ausgeschieden werden.

Die kontraktionsfördernde Wirkung des Beifuss erleichtert den Wurmaustrieb, kann aber bei tragenden Stute vorzeitige Wehen herbeiführen, die einen Abort zur Folge haben könnten. Deshalb sollte Beifuss tragenden Stuten nicht gegeben werden!

Der Beifuss-Tee
Beifuss-Tee, wirkt entspannend und hilft gegen Nervosität und Schlafstörungen Den Beifuss-Tee  bitte nur kurz (2-3 Minuten) ziehen lassen.

Beifuss als Ritualpflanze
Beifuss wird auch als Räucherkraut verwendet, wobei ihm diverse Wirkungen zugeschrieben werden, so z.B. die Reinigung des Körpers und des Geistes oder als sexuelle Stimulanz. An Maria Himmelfahrt wird Beifuss in Süddeutschland  zur Stallräucherung eingesetzt, um das Vieh gesund zu erhalten.

Andere Bezeichnungen im Volksmund

Andere Namen für den Beifuss sind Wilder Wermut, Sonnwendgürtel, Jungfernkraut, Gänsekraut, Buckell, Mugwurz, Schoßkraut, Besenkraut, Sonnwendkraut oder Weiberkraut.

Zubereitung:

Als Tee in Gallen-, Magen- und Darmtee. Das Kraut als Futterzusatz. Nicht länger als 3 Wochen als Einzelkraut anwenden.

Unsere Kunden geben ihren Tieren Beifuss in folgender Dosierung:

Beifuß für Pferde:

Der appetitanregende Beifuss eignet sich als Futterergänzung besonders für schwerfuttrige, magere Pferde.

Ponys                                                                15 g pro Tag

Kleinpferde bis 450 kg Körpergewicht               ca. 20 g pro Tag

Grosspferde ab 450 kg:                                       25 g pro Tag

Beifuß für Hunde:                                                  0,5 - 1 g pro Tag

Wegen der ätherischen Öle allerdings nicht geeignet für Katzen!

Diese Informationen basieren auf verschiedenen Veröffentlichungen und für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur eigenmächtigen Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie oder Ihr Tier Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme / Verabreichung jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt / Tierarzt / Heilpraktiker / Tierheilpraktiker zu Rate ziehen.

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